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Archivbild eines Drogen-U-Boots | Foto der Guardia Civil

Die Zollüberwachung verstärkt ihre europäische Zusammenarbeit zur Aufdeckung von Drogen-U-Booten und Marinedrohnen

Die spanische Steuerbehörde wird mit SafeSeaNet, der Plattform der Europäischen Union für den Informationsaustausch über maritime Sicherheit, zusammenarbeiten.

Servimedia Montag, März 16, 2026 / 08:50

Der spanische Zollüberwachungsdienst (SVA) wird mit SafeSeaNet, der EU-Plattform für den Informationsaustausch zur maritimen Sicherheit, zusammenarbeiten. Ziel ist die verbesserte Erkennung neuer Bedrohungen auf See, wie beispielsweise Marinedrohnen, Drogen-U-Boote und unbemannte Schiffe.

Diese Zusammenarbeit ermöglicht den sicheren Informationsaustausch zwischen europäischen Behörden mit maritimen Zuständigkeiten . Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen, die Zielauswahl zu verbessern und gemeinsame Zoll- und Bekämpfungsmaßnahmen gegen organisierte Kriminalität zu stärken.

Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit der Behörden dazu beitragen, in Kühlcontainern versteckte Drogen und Tabak aufzuspüren , digitale Manipulationen in Hafendokumenten zu identifizieren und den Einsatz von Mutterschiffen auf See zu überwachen.

MEHR KONTROLLE ÜBER TABAK UND NEUE PRODUKTE

Die Zollüberwachung wird einen Teil ihrer Operationen auf die Kontrolle der Rohtabakversorgung konzentrieren, um den Schmuggel dieses Produkts zu bekämpfen. Dieser Rohstoff wird zur Herstellung von Zigaretten und feinem Drehtabak verwendet , daher zielen die Ermittlungen auf die Zerschlagung illegaler Fabriken und Schredderanlagen ab.

Die Behörde wird zudem ihre Aufsicht über neue Produkte wie E-Zigaretten, Nachfüllflüssigkeiten und Tabakerhitzer verstärken . Seit April 2025 werden diese Produkte wie herkömmliche Tabakprodukte behandelt, wobei Aromen außer Tabak verboten sind und sie einer Sondersteuer sowie den entsprechenden Warnhinweisen unterliegen.

Die spanische Steuerbehörde plant, im Einklang mit den europäischen Vorschriften eine „stärkere Beteiligung und Zusammenarbeit auf internationaler Ebene“ bei Maßnahmen gegen den Schmuggel und die illegale Herstellung dieser neuen Tabakprodukte anzustreben.

In diesem Zusammenhang wird sich die Zollaufsicht auch an internationalen Aktionen europäischer Institutionen gegen transnationale Netzwerke, die dem Tabakschmuggel gewidmet sind , sowie an Ermittlungen zu Schmuggel und Geldwäsche im Zusammenhang mit dieser Aktivität beteiligen.

FOKUS AUF DAS GIBRALTAR-FELD

Das Campo de Gibraltar (Cádiz) bleibt ein besonders komplexes Umfeld für die Bekämpfung von organisierter Kriminalität, Haschisch- und Tabakhandel, Schmuggel und Geldwäsche. In der Region ist zudem eine Zunahme der Gewalt durch diese Organisationen, der Einsatz von schnellen Schlauchbooten und Festrumpfschlauchbooten sowie von Drohnen zu verzeichnen.

Angesichts dieser Situation wird die Steuerbehörde weiterhin gezielte Maßnahmen in diesem Gebiet ergreifen, diesmal in Abstimmung mit dem neuen Sondersicherheitsplan für das Campo de Gibraltar zur Bekämpfung des Drogenhandels 2026-2029, der vom Innenministerium initiiert wurde.

Geldwäsche – Überwachung der Geldwäsche

Ein weiterer Schwerpunkt des Plans 2026 ist die Aufdeckung, Untersuchung und Bekämpfung des Schmuggels von Rüstungsgütern , Gütern mit doppeltem Verwendungszweck und anderen strategischen Gütern. Diese Maßnahme reagiert auf den in den letzten Jahren in Europa festgestellten Anstieg des illegalen Handels mit diesen Gütern, die für von internationalen Sanktionen betroffene Länder bestimmt sind.

Die Zollüberwachung umfasst auch die Neutralisierung der wirtschaftlichen und finanziellen Strukturen krimineller Organisationen. In diesem Zusammenhang wird die Steuerbehörde im Rahmen der Strategie „Follow the Money“ in Zusammenarbeit mit Europol und dem Exekutivdienst der Kommission zur Verhinderung von Geldwäsche und Währungsdelikten (SEBPLAC) Neobanken ins Visier nehmen, also Unternehmen, die teilweise mit einer Banklizenz Dritter operieren.

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