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Die Schule in der Stadt, in der die Schießerei stattfand. Foto: Soziale Medien

Bei einer Schießerei an einer Schule in Kanada kamen 10 Menschen ums Leben, darunter der Angreifer, und 25 wurden verletzt

Die Polizei hat angedeutet, die Identität des Verdächtigen zu kennen, diese aber noch nicht öffentlich bekannt gegeben.

Mario Román Vallespí Donnerstag, Februar 12, 2026 / 09:22

Bei einer Schießerei am Dienstag an der Tumbler Ridge High School in der kanadischen Provinz British Columbia sind mindestens zehn Menschen getötet und 25 weitere verletzt worden. Unter den Toten befindet sich auch der mutmaßliche Täter, der mit einer selbst zugefügten Schusswunde im Schulgebäude tot aufgefunden wurde. Der Vorfall hat die kleine Gemeinde mit nur 2.400 Einwohnern zutiefst erschüttert und ist die tödlichste Schießerei an einer Schule in Kanada seit Jahrzehnten.

Wie CNN berichtete , wurden laut der Royal Canadian Mounted Police sechs der Opfer tot in der Schule aufgefunden. Eine siebte Person starb auf dem Transport ins Krankenhaus, während die Leichen zweier weiterer Opfer in einem Wohnhaus in der Gemeinde gefunden wurden, das mutmaßlich mit den Ereignissen in Verbindung steht. Die Polizei gab an, die Identität des Verdächtigen zu kennen, hat diese aber weder öffentlich bekannt gegeben noch bestätigt, ob es sich um einen Minderjährigen handelt.

Die Beamten trafen weniger als zwei Minuten nach Eingang des Notrufs gegen 13:20 Uhr am Einsatzort ein. Stunden später setzten sie ihre Ermittlungen an verschiedenen Orten in der Umgebung fort, um die Beteiligung weiterer Personen auszuschließen. Die Behörden bestätigten, dass sich mindestens zwei der Verletzten in einem ernsten oder lebensbedrohlichen Zustand befinden, während die übrigen wegen nicht lebensbedrohlicher Verletzungen medizinisch versorgt werden.

Der kanadische Premierminister Mark Carney hat nach dem tragischen Vorfall einen Großteil seines Terminkalenders für Mittwoch abgesagt. In einer öffentlichen Erklärung sagte er, die Nation trauere und sprach den Familien sein Beileid aus. Auch der Premierminister von British Columbia zeigte sich bestürzt und sicherte der Schulgemeinschaft psychologische Unterstützung zu. Die Schule bleibt für den Rest der Woche geschlossen.

Die Behörden lehnten es ab, Einzelheiten zur Identität, zum Alter oder zu möglichen Motiven des Angreifers preiszugeben und erklärten, sie würden den Hergang des Vorfalls aufklären. Das Land wird dadurch an andere tragische Ereignisse erinnert, wie etwa das Massaker an der École Polytechnique in Montreal im Jahr 1989.