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Eines der Boote, die zur Evakuierung der Passagiere eingesetzt wurden. Foto: Gesundheitsministerium

Die WHO beschleunigt die Abreise der Passagiere vom Kreuzfahrtschiff und empfiehlt eine 42-tägige Quarantäne

Das Kreuzfahrtschiff legte am vergangenen Donnerstag von Kap Verde ab und nahm Kurs auf die Kanarischen Inseln, nachdem die WHO aus Sicherheitsgründen empfohlen hatte, dass die Passagiere im spanischen Archipel von Bord gehen sollten.

Servimedia Montag, Mai 11, 2026 / 09:08

Die Evakuierungsaktion für die Passagiere der „MV Hondius“ wird diesen Montag wieder aufgenommen, mit dem Ziel, die Rückführung vor 19:00 Uhr abzuschließen. Die Weltgesundheitsorganisation ( WHO ) hat sich zum Ziel gesetzt, dass alle Passagiere und der Großteil der Besatzung das Schiff mit zwei neu geplanten Flügen 
von Teneriffa aus verlassen.

Maria van Kerkhove, die Leiterin der Abteilung für Pandemievorsorge und -prävention der WHO, erklärte, dass ein Flugzeug aus Australien und ein weiteres aus den Niederlanden – dem Land, unter dessen Flagge das Kreuzfahrtschiff fährt – eintreffen werden, um Passagiere abzuholen, deren Regierungen noch keine Transportmittel bereitgestellt haben. Vor Beginn dieser Operation wird das Schiff im Hafen von Teneriffa Treibstoff und Vorräte aufnehmen.

Anschließend wird die „MV Hondius“ mit 30 Besatzungsmitgliedern an Bord, von den 61, die von Kap Verde aus gestartet sind, Kurs auf die Niederlande nehmen. Alle werden von einem Arzt begleitet.

Das Kreuzfahrtschiff legte am vergangenen Donnerstag von Kap Verde ab und nahm Kurs auf die Kanarischen Inseln, nachdem die WHO aus Sicherheitsgründen empfohlen hatte, dass die Passagiere im spanischen Archipel von Bord gehen sollten.

42-TÄGIGE QUARANTÄNE

Die WHO empfiehlt, dass sich die Passagiere des Schiffes für 42 Tage in Quarantäne begeben. Grund dafür ist, dass der auf der „MV Hondius“ nachgewiesene Anden-Stamm des Hantavirus eine doppelt so lange Inkubationszeit aufweist wie andere bekannte Viren.

„Unsere Empfehlung für Passagiere und Besatzung an Bord sieht eine aktive Überwachung und Nachsorge vor, also tägliche Gesundheitschecks, entweder zu Hause oder in einer spezialisierten Einrichtung. Wir überlassen es jedem Land, seine eigenen Richtlinien zu entwickeln, aber unsere Empfehlungen sind eindeutig“, erklärt Van Kerkove.

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